Vulkan, Vulkane und Vulkanismus

Vulkane, Vulkanismus und die Folgen von Vulkanausbrüchen

von Ulrike Köhler

5. Die sieben vulkanischen Gefahren

Lavaströme – meistens sehr langsam, so dass man vor ihnen weglaufen kann, können in seltenen Fällen große Wege mit hohen Geschwindigkeiten zurücklegen

Airfall-Ablagerungen - alles, was ein Vulkan in die Luft schleudert, bezeichnet man als Airfall

Pyroklastische Ströme – gefährlich durch große Schnelligkeit, Hitze und Druckwelle

Gase – können Wasser vergiften (Fluor), zu Schwefelsäure reagieren (SO2) oder in großem Maße auftretend ganze Landstriche ersticken (CO2)

Lahare – können im Zusammenhang von hohem Wasseraufkommen und vulkanischen Aschen entstehen

Tsunamis – können durch einen heftigen Vulkanausbruch an Land, auf einer Insel oder unterseeisch entstehen

Erdrutsche – können entstehen, wenn durch druckbedingte Instabilitäten Teile des Vulkanhanges abrutschen

Betrachtet man diese sieben Faktoren und versucht, sie einem bestimmten Eruptionstyp zuzuordnen, so findet man fünf davon im Rahmen einer plinianischen Eruption wieder. Ich bin daher zu der Schlussfolgerung gelangt, dass die größte Gefahr für den Menschen in der Nähe zu einem aktiven Vulkan mit plinianischem Ausbruchstyp besteht. Natürlich sind die aktiven Vulkane des hawaiianischen und des strombolianischen Typs keineswegs ungefährlich, allerdings sind die durch sie hervorgerufenen Risiken kalkulierbarer.

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