Vulkan, Vulkane und Vulkanismus

Vulkane, Vulkanismus und die Folgen von Vulkanausbrüchen

von Ulrike Köhler

4.3. Strombolianische Eruption

Benannt nach dem „Leuchtturm des Mittelmeeres“, dem Stromboli. Dieser etwa 220 Kilometer südwestlich von Neapel gelegene Vulkan verdiente sich diesen Namen im Altertum aufgrund seiner regelmäßigen Eruptionen, die bis heute angehalten haben. In Intervallen von zehn bis zwanzig Minuten schleudert der Stromboli aus mehreren kleinen Öffnungen im Kraterbereich Lavafetzen. Die im Magma aufsteigenden Gase zerreißen die kühlere, viskose Haut der langsam an die Oberfläche aufsteigenden Lavasäule. Bei dieser explosiven Zerreißung werden Lavafetzen vertikal und horizontal aus dem Krater geschleudert. Während solcher Eruptionen werden nur wenige feinkörnige Partikel (Asche und Lapilli) produziert.
Da die Gasblasen erst wenige Zehner Meter unter der Oberfläche zerplatzen, ist ihre Energie gering, so dass die Lavafetzen nur wenige hundert Meter emporgeschleudert werden.

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