Vulkan, Vulkane und Vulkanismus

Vulkane, Vulkanismus und die Folgen von Vulkanausbrüchen

von Ulrike Köhler

3.4. Geysire

Das Wort Geysir bedeutet im Isländischen „Sprudel“ oder „Erguss“. Geysire stellen eine durch Temperatur und Druck verursachte Besonderheit dar und sind in etlichen Vulkangebieten zu finden. Aufgrund des hohen Drucks kann das Wasser in der Tiefe durch einen ungewöhnlich hohen Wärmefluß auf bis zu 260°Celsius erhitzt werden, ohne dabei zu kochen. Dieses sehr heiße und leichte Wasser steigt auf und verdampft, sobald der Druck genügend gefallen ist. Dabei wird eine Kettenreaktion ausgelöst, in der sich Verdampfung und Druckabnahme gegenseitig unterstützen. Wenn der Dampf schließlich als Wolke an die Oberfläche entwichen ist, beginnt sich das unterirdische Reservoir von neuem zu füllen und aufzuheizen, was auch die zu beobachtenden Pausen erklärt. Der zwischen 1890 und 1940 aktive Geysir Waimangu auf Neuseeland hält den Höhenrekord mit 460m und förderte alle paar Stunden jeweils 800.000 Liter Wasser. Die Gefahr durch Geysire ist für den Menschen gering. Ein großer Teil der heißen Quellen ist heute Touristenattraktion, daneben werden Geysire auch in großem Maßstab zu Energiegewinnung genutzt, indem der unterirdisch gewonnene Dampf Turbinen antreibt.

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