Vulkan, Vulkane und Vulkanismus

Vulkane, Vulkanismus und die Folgen von Vulkanausbrüchen

von Ulrike Köhler

3.3. Lahare

Lahare stellen im eigentlichen Sinn keine eruptiven Ereignisse dar, sind aber eng an die Vulkane gebunden. Lahare sind Schlammströme, deren Bestandteile vulkanischer Herkunft sind. Der Begriff Lahar stammt aus Indonesien, wo diese Erscheinung besonders häufig auftritt. Am meisten vom Auftreten von Laharen betroffen sind die zwischen den Wendekreisen liegenden Vulkane und die vereisten Vulkane der Anden, da dort das für die Entstehung von Laharen nötige Wasser in großen Mengen vorhanden ist. Lahare enthalten neben Wasser zwischen 60 bis 85% Feststoffe. Sie bewegen sich mit Geschwindigkeiten von 4-8 Meter pro Sekunde fort und führen zwischen 200 und 1.200 Kubikmeter pro Sekunde mit sich. Mit ihrer großen Geschwindigkeit und dem damit verbundenen Massentransport stellen Lahare eine große Gefahr für die in Vulkangebieten ansässige Bevölkerung dar.

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