Vulkan, Vulkane und Vulkanismus

Vulkane, Vulkanismus und die Folgen von Vulkanausbrüchen

von Ulrike Köhler

3.1. Magma

Magma entsteht durch partielles Aufschmelzen von Gesteinen im Erdmantel oder in wesentlich selteneren Fällen durch Aufschmelzen von Material der tieferen Erdkruste. Da nach Sauerstoff als dominierendem Element Silizium ebenfalls Hauptbestandteil der meisten Minerale und Gesteine ist, werden Magmen als silikatische Schmelzen bezeichnet. Magmatische Gesteine, aus welchen verschiedenen Elementen sie auch bestehen, enthalten chemischen Analysen zufolge fast alle zwischen 40 und 75 Gewichtsprozent SiO2. Die im größten Volumen auftretenden basaltischen Laven der Ozeankruste enthalten circa 50% SiO2, die meisten Granite sogar 70 bis 75 Prozent.
Magmatische Gesteine werden nach ihrer Abkühlungsgeschichte und ihrem geologischen Vorkommen eingeteilt. Kühlt Magma innerhalb der Erdkruste langsam ab, so können sich darin große Kristalle bilden, die als Plutonite bezeichnet werden. Die meisten dieser Plutonite sind granitischer bis granodioritischer Zusammensetzung. Dicht unter der Erdoberfläche erstarrte Magmen zeigen wesentlich feinkörnigeres Material, das durch ihre verhältnismäßig schnell erfolgte Abkühlung bedingt ist, diese bezeichnet man als Subvulkanite.
An die Oberfläche eruptierte und dort schnell erkaltete Laven bezeichnet man als Vulkanite. Aufgrund ihrer feinkörnigen Grundmasse sind diese vulkanischen Gesteine ohne mikroskopische Untersuchung nur schwer voneinander zu unterscheiden.

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